Überformung des Wirtschaftsteils, zwischen 1876 und 1913

Überformung Wirtschaftsteil

(mit Orange markiert)

 

Erst in das letzte Viertel des 19. Jahrhunderts fällt der Ausbau der südlichen und westlichen Schildmauer. Der ganzen südlichen Traufseite entlang wurde eine Bruchsteinmauer errichtet, die in einer Flucht liegt. Dazu musste die Mauer, die 1876 den südlichen Abschluss der Erweiterung des Wohnteils bildet, vorgemauert werden, was als Baunaht im Bereich der Kellerfenster gut erkennbar ist.

 

Dies erklärt auch, warum gerade diese Kammer gegen Süden eine so dicke Mauer aufweist. Bei dieser Erweiterung dürfte auch erst die mit einer durchgehenden Fensterfront versehene Laube vor der Stube entstanden sein, die fortan als kleine Werkstatt diente.

 

Vor dem Wirtschaftsteil führte die Mauer zu einem erheblichen Lichtverlust vor den Stalleingängen und der Futtertenne. Hier wurden nur vier relativ kleine Fenster eingebaut.

 

Der Eingang mit Tor für Vieh und Gerätschaften wurde in die Südwestecke gesetzt, von wo aus der Schopf gut erreichbar ist. Hier wurde nun auch ein Brunnentrog für die Viehtränke eingerichtet. Wie der Abschluss dieser Achse gegen die Wetterseite ursprünglich ausgesehen hat, lässt sich nicht mehr ablesen. Denkbar ist eine einfache eingeschossige Ständerkonstruktion mit einem Bretterverschlag. Das Dach dürfte hier sehr weit herunter gereicht haben.